Chönd ihr eu erinnere, s letscht Jahr bi minere Laudatio für de Alex hani ziemlich usfüherlich und lang und breit über s mechanische Uhrwerk verzellt. Aber will ich alles scho verzellt und beschriebe han, isch die hütig Laudatio viel chürzer. Trotzdem, das Bild vo dem mechanische Uhrwerk mit sine vielne verschiedene Rädli, wo ganz exakt ufenand abgstimmt sii müend, dass d Uhr rund lauft, fasziniert mich immer no, wills eso schön üses Jodel-Doppelquartett beschriebt. Während em ganze Jahr dur schaffed mer zäme und mitenand. Zum Biispiel wänns um d Scholleholz-Chilbi gaht, wo ja au mit recht viel Ufwand verbunde isch und me a all die Sache dradenke mues. Denn isch mer froh, wenn alli helfed, drazdenke. Oder de Summer wieder s Mitsommerfescht vo de Stadt Frauefeld. Alli helfed mit und gmeinsam gits öppis Wunderbars. Oder au de Jodler-Obig. Es hät ja au a dem Jodler-Obig wieder alles eso guet klappet, will verschiedeni Rädli oder ebe Mänsche zämegschaffet und inenandinegspielt hend. Ja, klar, die einte mached amigs echli meh und die andere echli weniger. Ebe, ich has letscht Jahr scho erklärt, die einte Rädli laufed echli längsämer und gemächlicher, die andere laufed echli schneller und tifiger. Aber das mag es guet funktionierends Uhrwerk oder ebe en guet funktionierende Klub ushalte. Wills eso wichtig isch, wiederhol ichs vom letschte Jahr sehr gern numal: mir hends schön im Klub und dadezue müemer, jede einzeln vo üs, Sorg träge! Aso, mir tüend natürlich nöd nume schaffe und chrampfe. Mir tüend au no singe und jodle. Und zwar glingt üs das, gmesse am letschte Jodler-Obig, sehr schön! Mir hend e prima Dirigentin, wo vor knapp drü Jahr i die riesige Fuessstapfe vom Kurt trete isch. Er het üs i sine 28 Jahr ufenes höchs Niveau bracht. D Christine tuet jetzt luege, dass mir det obe chönd bliebe. Das isch nöd immer so ganz eifach. Au da bruchts wieder d Mithilf vo jedem einzelne vo üs. Wenn mer ihre folged, chömmer üsi Jodellieder und Naturjütz wiiterhin schön singe und das macht üsne Zuehörer und üs selber doch au so viel Freud. Mir chönd d Christine aktiv unterstütze, indem mer i de Probe guet mitmached, d Text uswendig lerned und a de Probetäg möglichscht nöd fehled. So zum Biispiel wie de Hansruedi. Jahr für Jahr fehlt er ganz selte inere Prob. Und es hät sogar Jahr geh, woner keis einzigs Mal gfehlt hät. Ich find, das isch en Applaus wert! Dur de fliessig Probebsuech hät er sich jedes Jahr es Fliissglas verdient. Früehner hemmer emal no Zinnbecher gha. Nach ere gwüsse Anzahl Zinnbecher het mer denn no de Zinnchrueg dezue übercho und als Krönig denn no es Zinntablett, zum die «Trophäe» drufzstelle. Das alles hät de Hansruedi locker gsammlet und au vo de Kafigläser, womer spöter hät chönne mit fliessigem Probebsuech verdiene, het er e stattlichi Anzahl dihei. Und vo de jetzige schöne Longdrink-Gläser sind sicher au scho es ansehnlichs Set zämecho. Er hetti also glaub für jede vo üs irgend es Fliissglas dihei, falls mer emal wetti zumene Umtrunk zu ihm hei gah. Wahrschindlich sinds fascht 33 Gläser, will de Hansruedi isch nämlich scho sit 33 Jahr bi üs Mitglied. Und da hemmer ihn gern debi. Aso, es isch glaub grad gegesiitig: mir hend ihn gern debii und er isch bi üs gern debii. Und vor allem isch er au gern mit üs debii. Zum Biispiel wenn e beachtlichi Delegation zwei Mal im Jahr a d DV vom NOSJV und vom EJV reist. De Hansruedi isch det immer debii. Normalerwiis reist me mit em Zug an Ustragigsort. Mit üsne einzigartige Trachtebluse fallt me als grüens Grüppli scho recht uf. Und so erlebt me scho uf de Fahrt s Eint oder Ander. Vor allem die Versammlige vom Eidgenoss sind mängsmal recht wiit weg. Denn wirds halt amigs echli spat. Ja, wenns schön isch, mues mers gnüsse. Jünger chömed mer nüme zäme. Gell, Hansruedi! Au wenn Frauefeld guet erschlosse isch und me immer heichunnt, Gerlike isch denn numal e anders Paar Schueh. D Vreni seit ihm jedesmal, er söll denn aalüüte, wenn sie ihn am Bahnhof söll cho hole. Aber de Hansruedi macht das nöd. Er schelled sini Frau und Fründin nöd zmitzt i de Nacht us em Bett. Lieber lauft er vom Bahnhof Frauefeld us hei uf Gerlike. Immerhin het me fascht e Stund bis det ufe. Er seit, nach somene lange Tag sitze gnüssi er das grad no, echli d Bei vertrete. D Vreni het trotzdem kei Freud a dere Aktion. Sie sorgt sich halt um ihren Maa, wenn er so zNacht elei unterwegs isch. Aber de Hansruedi wird glaub eh nie müed. Emmel chunnt er nach jedere Prob mit eis go Zieh. Und det gnüüsst er die guet Kameradschaft im Klub i volle Züge und isch immer ein vo de letschte, wo hei gaht. Klar, me mues ja emal hei go schlafe, schliesslich mues me am nöchschte Tag wieder schaffe. Anderscht gsehts natürlich a de Jodlerfeschter us. Det mues me am nöchschte Tag ja nöd schaffe. Und drum gits für de Hansruedi au kein Grund zum go Schlafe zgah. I de Regel macht er denn drü Tag grad dure. Hend ihrs scho checket, wer de Jodler des Jahres isch? Es isch de Hansruedi! Und das isch din Applaus! Vor genau 20 Jahr isch s Jodel-Doppelquartett Frauefeld 60 Jahr alt worde. Das hemmer mit eme wunderbare Fescht gfiiret. D Stadtjodler Heimelig hend üs zu dem Jubiläum es Säuli gschenkt, wommer mäschte lah hend. Am Helferesse hemmer denn ds Säuli verspiese und dezue Härdöpfelsalat vom Caterer bstellt. I dem Jahr isch de Hansruedi Revisor gsi und het drum die Rechnig chönne und au müesse studiere. Er isch fascht vom Stuehl gheit, woner de Betrag gseh het für de Härdöpfelsalat. Churzer Hand hät er beschlosse, dass er das viel günschtiger und erscht no feiner chönnt aabüüte. Das isch d Geburtsstund gsi vo dere 20 jährige Härdöpfelsalat-Karriere. Leider, aber absolut verständlich und nahvollziehbar, isch a dem Jodler-Obig die letscht Portion vo dem legendäre Härdöpfelsalat über d Theke gange. Liebe Hansruedi, mir hend dir am Jodler-Obig scho mal danked für die unglaublich Arbet, aber mir wend au i dem fiirliche Schlussabig-Rahme numal üsen herzlichschte Dank dadefür usdrucke. Bitte bekräftiged das mit eme warmherzige Applaus! Und die Welle isch für dich, d Vreni und s ganze Helferteam! I de letschte Jahr het de Hansruedi scho am Friitig vor em Jodler-Obig aagfange, Härdöpfel zsüüde. De ganzi Holzherd isch amigs voller ganz grosser Pfanne gsi. Am Samschtig sind denn d Hälfer cho und das Prozedere isch wiitergange. Jedes Jahr hät de Hansruedi zwüsche 60 und 70 Kilogramm Härdöpfel gkochet und d Hälfer hends denn gschält und gschieblet. D Vreni het die fein Sauce aagmacht und ganz vorsichtig under d Härdöpfelschiebli gmischt. Hetti de Hansruedi die Härdöpfel zweich gkochet, hetti das, trotz aller Sorgfalt, es rechts Mues geh. Aber de Hansruedi hät das immer voll im Griff gha. Es isch ja würkli e wahri Kunscht, dass alli Härdöpfel perfekt weich sind. Gell, Hansruedi, es hät amigs scho viel Arbet geh! Aber Arbet het dir no nie öppis usgmacht. Du bisch en gschaffige. Wenn mir en Aalass hend wie zum Biispiel d Scholleholz-Chilbi, bisch du immer an vorderschter Front am Mitaapacke. I dem höche Dachstuehl vo dem Scholleholz-Unterstand sött öpper go d Fähne und d Blache ufhänke. Während anderi bi dere schwindelerregende Höchi scho fascht i d Hose mached, springsch du flink und behend uf d Leitere. Trittsicher, als miechsch es jede Tag, chletterisch du die Sprosse ufe und bhaltisch au i dere ufregende Höchi en chüehle Chopf. Überhaupt bisch du en ruhige, usglichene und besonnene Mensch. Du bisch nie ufbrusend oder ufmüpfig. Und wenns glich emal öppis git, wo dich stört, seisch es du trotzdem beherrscht und gfasst. Was du seisch het Händ und Füess. Aber mir erlebed dich eigentlich eher als luschtige und zfriedene Ziitgenoss. Mir hoffed, dass du no lang so bliebsch, und das am liebschte i üsne Reihe. Dis Jodel-Doppelquartett Frauefeld.
Laudatio von Bernadette Müller
28. Februar 2026/ Casino Frauenfeld
Am 28. Februar 2026 durften wir im Casino Frauenfeld unseren alljährlichen JodlerObig feiern – dieses Jahr unter dem Motto „Grand Tour JDQ“.
Was als vage Idee an einem gemütlichen Abend in Stefanies Wohnung entstand, entwickelte sich zu einem bis ins Detail durchdachten Programm voller musikalischer Höhepunkte. Bereits Monate im Voraus war der ganze Verein in die Vorbereitungen eingebunden: Programmhefte wurden gestaltet, die Online-Reservationen aufgegleist und die für unsere „Grand Tour“ typischen Fotorahmen entworfen.
Ein besonderes Highlight in der Vorbereitung waren jedoch die Videoaufnahmen mit dem Postauto. An verschiedenen Destinationen filmten wir das Ein- und Aussteigen sowie die Fahrten dorthin, um unsere Reise für das Publikum lebendig werden zu lassen. Alex fügte die Aufnahmen und Wegbeschreibungen mithilfe einer PowerPoint-Präsentation zu einem stimmigen Rahmen zusammen, der unser gesamtes Abendprogramm verband.
Am 28. Februar war es dann endlich so weit: Der Beamer lief, die Kartoffeln waren zu unserem traditionellen Kartoffelsalat verarbeitet, der Saal vorbereitet – und alle Beteiligten bereit, die „Grand Tour“ auf die Bühne zu bringen.
Musikalisch unterstützt wurden wir von unserem Gastklub, dem Jodlerklub Zytröseli Studen BE. Die flotte Jodlertruppe aus dem Berner Seeland überzeugte nicht nur mit ihren Liedern, sondern auch mit ihrer Spontanität und der grossartigen Bereitschaft, sich in unser Programm einzubringen.
Ein weiteres Highlight war das Kinderchörli ELNOLI unter der Leitung von Melanie Moser. Nach den Sommerferien hatten die Kinder mit den Proben begonnen – und feierten an unserem JodlerObig ihren ersten grossen Auftritt. Mit beeindruckender Sicherheit und ihren klaren Stimmen gelang es den drei Mädchen gemeinsam mit Melanie, das ganze Casino in ihren Bann zu ziehen. Ein wahrhaft berührender Moment!
Für die musikalische Umrahmung vor, zwischen und nach dem Programm sorgte erneut das SQ Campagna. Für einen ganz besonderen Programmpunkt standen sie uns zusätzlich zur Seite: der Ehrung unserer Kartoffelcrew.
Seit 2006 bereitet das Team unter der Leitung von Hansruedi und Vreni Senn jedes Jahr unseren legendären Kartoffelsalat zu. Mit musikalischer Begleitung sammelten wir möglichst viele Mitglieder der Kartoffelcrew im Saal, überreichten ein Geschenk und bedankten uns mit einem Lied für ihren unermüdlichen Einsatz.
Gleichzeitig markierte dieser Abend einen Wendepunkt: Nach 20 Jahren geht die Ära des hausgemachten Kartoffelsalats zu Ende. Die Verarbeitung von 60–70 kg Kartoffeln ist mit den Jahren zu einer grossen Herausforderung geworden, da es zunehmend an Helferinnen, Helfern und Kräften fehlt.
Von Herzen danken wir Hansruedi, Vreni und ihrem Team für zwei Jahrzehnte Engagement und für unzählige Portionen köstlichen Kartoffelsalats, die unseren JodlerObig geprägt haben.
Wir vom JDQ bedanken uns bei allen, die diesen Abend möglich gemacht haben.
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© 1946-2026 Jodel-Doppelquartett Frauenfeld