6. Juli 2026/ Gerlikon
Traditionsgemäss treffen sich die beiden Frauenfelder Jodelchöre einmal im Jahr zu einer Grillparty. Diesmal hat das Jodel-Doppelquartett turnusgerecht eingeladen, resp. wohl eher die Familie Senn in Gerlikon. Im Garten von Roli und Rita liessen wir uns gerne verwöhnen. Im schmucken Gartenbeizli fehlte es uns an nichts: Die Getränke waren perfekt heruntergekühlt, das Salatbuffet war ein Genuss fürs Auge und den Gaumen. Hansruedi Senn brillierte einmal mehr als Grillmeister und Bernadette Müller versüsste uns den Abend mit feinen Desserts aus ihrer Konditorinnen-Stube. Vielen Dank für diese grosszügige Gastfreundschaft und das liebevoll bereit gestellte Ambiente!
Einige gemeinsam vorgetragene Chorlieder und die Wettlieder der beiden Chöre sowie Kurts und Aurelias Schwyzerörgelis sorgten neben vielen tollen Gesprächen für einen genussvollen, friedlichen und gemütlich entspannten Sommerabend.
Die aktive Pflege der Freundschaft zwischen den beiden Jodlerchören unserer Stadt liegt uns allen am Herzen.
Bericht von Alex Schönenberger
1. Juli 2026/ Kreuzlingen
Eine Kleinformation – also fast ein richtiges Doppel-Quartett – fuhr am Mittwochabend, 1. Juli 2026 zur die Klinik Seeschau nach Kreuzlingen. Dort hatte unser 2. Bass, Heiri Walter, am Montag ein neues Hüftgelenk erhalten. Wir wollten unseren Kameraden auch ein bisschen dafür trösten, dass er nicht mit uns ans eidgenössische Jodlerfest nach Basel fahren konnte.
Die Überraschung mit dem Ständchen ist uns gelungen und hat Heiri den Klinikaufenthalt ein bisschen «verkürzt». Jodelgesang geht durch Mark und Knochen, er ist aber auch berührend und «tuet de Seel guet».
Hoffen wir, dass Heiri sich bald wieder schmerz- und beschwerdefrei bewegen kann.
26. bis 28. Juni 2026/ Basel
Wer es noch nicht weiss oder sich nicht mehr erinnert: Während den ganzen drei Festtagen war es sehr heiss in Basel. Aber nicht nur das Wetter in der Nordwestschweiz, auch wir vom Jodel-Doppelquartett aus Frauenfeld waren «heiss» - auf das 32. Eidgenössische Jodlerfest vom Freitag bis Sonntag, 26. – 28. Juni 2026 in Basel.
Ab März hat unsere musikalische Leiterin, Christine Tschanz, das in unserem Repertoire neue Festlied «Dis Dahei» von Ueli Zahnd in der wöchentlichen Probe mit uns einstudiert und am Probesamstag Mitte Mai mit der Unterstützung von Bernadette Müller und Kurt Schweizer «feingeschliffen». Ganz behutsam und in Raten hat Christine das Lied mit unserem Chor aufgebaut, fokussiert auf den Höhepunkt, unseren Wettliedvortrag in Basel am Freitagabend.
Zuversichtlich und gut vorbereitet bestiegen wir am Freitag kurz nach Mittag den Zug in Frauenfeld. Die vorausschauenden Diskussionen und Beschlüsse um Tenü-Erleichterungen erwiesen sich als richtig und wertvoll, mussten wir doch darauf achten, dass wir bis zum Zeitpunkt unseres Auftritts am späten Abend immer noch bei guten Kräften waren.
Schon Minuten nach der Ankunft und dem Bezug der Jugendherberge in der Stadt Basel kühlten die vorwiegend jüngeren Wasserratten ihre Füsse oder den ganzen Körper im kleinen Bach direkt vor der Unterkunft oder im nur rund 100 m entfernten Rhein ab – während die übrigen zumindest die erste von noch vielen weiteren kühlenden Duschen über die drei Tage in Basel genossen.
Dann gings zum frühen Nachtessen ins Gifthüttli in Basel. Dabei wussten wir nicht so recht, ob die Raumtemperatur oder der gewärmte Teller heisser war. Es ging zurück in die Unterkunft – zum Baden/Duschen und Einkleiden in unsere Tracht. Nebenbei erwähnt: Es war überall und immer heiss in Basel.
In der Predigerkirche konnten wir nach dem Einsingen am Freitag um 21.50 Uhr unser Wettlied vortragen. Die Akustik in der Kirche war nicht einfach, der Hall und das Echo gewöhnungsbedürftig – und wir konnten im Lokal selbst ja vorher nie singen oder üben. Trotzdem gelang uns ein fast perfekter Auftritt, wie sich am Sonntag auch bestätigte. Jetzt konnten wir das Fest in vollen Zügen und frei vom Performance-Druck geniessen, auch wenn die Anspannung blieb, wie die Jury unsere Darbietung aufgenommen und bewertet hat.
Bis spät in die Nacht blieben wir beisammen, zogen durch das Festgelände und entzückten mit vielen Liedern unser eigenes Gemüt und auch dasjenige vieler Festbesucher, die unseren Tönen lauschten und die Sommernacht mit uns genossen.
Fast nahtlos gings am Samstag weiter, mit Singen, kameradschaftlichem Beisammensein, dem Besuch einzelner Wettvorträge anderer Jodler-Chöre und immer wieder zwischendurch einem kühlen Bad oder einer kühlenden Dusche in unserer Unterkunft; denn es war weiterhin heiss in Basel.
Wohl der Hitze verschuldet, gingen wir in der Nacht auf Sonntag fast geschlossen und für unsere Verhältnisse schon früh zu Bett, jedenfalls viel eher als in der Vergangenheit. Es mag natürlich auch sein, dass der eine oder andere von uns doch schon etwas älter geworden ist, oder dass der Schönheitsschlaf in der Zeit der Social Media wichtig geworden ist.
«Ausgeruht» versammelten wir uns am Sonntagmorgen auf einer Restaurantterrasse am Barfüsserplatz, um gespannt auf die Herausgabe der Klassierungsliste zu warten. Um 11.30 Uhr durfte unser Präsident, Beni Buchter, als erster unsere Klassierung einsehen und die 1 «sehr gut» erfahren! Dabei schoss im die Hitze offensichtlich auch ein wenig in die Augen, wie auch so mancher/em anderen Jodlerin oder Jodler als wir gemeinsam, jubelnd und überglücklich das Ergebnis feierten.
Gelöst und frohgelaunt gings später zum letzten Bad im Rhein oder zur letzten Dusche an diesem Wochenende in Basel, bevor wir am Nachmittag, gemeinsam mit den Stadtjodlern Heimelig, die Heimfahrt im Zug antraten – denn: Es war heiss an diesem Wochenende von Basel bis in die Ostschweiz.
Ein letzter Höhepunkt folgte in Frauenfeld, wo Delegationen der Stadt, die Vereinsfahnen und eine beachtliche Besucherschar die zwei einheimischen Jodlerchöre am Bahnhof empfing. Zu Fuss und mit Jodelgesang zog die Festschar durch die Grabenstrasse zum Bürgersaal im Rathaus. Mit den Klängen der Stadtmusik und einer Ansprache des Stadtpräsidenten wurden wir begrüsst, beehrt und mit einem Apéro belohnt, bevor die Präsidenten der beiden Chöre nacheinander der versammelten Schar kurz über das Fest und unseren Erfolg berichten und die beiden Chöre ihre Wettlieder zum ersten Mal auch in der Heimat präsentieren durften.
Gemeinsam hat das Jodel-Doppelquartett einmal mehr ein grossartiges Jodlerfest mit einem gelungenen und ausgezeichneten Auftritt bestritten. Auch dieses Fest reiht sich in die Erinnerung an so viele tolle gemeinsame Erlebnisse ein. Auf die nachträglich publizierte detaillierte Bewertung und den allgemeinen Bericht zu unserem Wettvortrag darf unsere Dirigentin, Christine Tschanz, besonders stolz sein! Natürlich dürfen wir alle vom Jodel-Doppelquartett Frauenfeld mit Freude das zweimalige «BRAVO!» in der zusammenfassenden Beurteilung der Jury geniessen.
Und noch eines wird in unserer Erinnerung an Basel 2026 zurückbleiben: Es war wirklich sehr heiss in Basel, bis zu 40 Grad Celsius.
Bericht von Alex Schönenberger
12. bis 14. Juni 2026/ Frauenfeld
Gemeinsam mit den Stadtjodlern Heimelig bestritten wir auch am 3. Mitsommerfest in Frauenfeld vom 12. – 14. Juni 2026 einen Stand. Der Jodler-Fleischspiess hat dabei bereits Tradition erlangt und erfreute sich einmal mehr bester Nachfrage.
In der ganzen Woche vor dem Fest waren stets 10 – 14 Mitglieder der Stadtjodler und des Doppelquartetts im Einsatz: Beim Fleisch schneiden, Spiesse aufstecken, würzen oder am Donnerstag und Freitag beim Standaufbau. Die Stimmung und die Arbeit in den Teams war toll: Marlise Schweizer sorgte täglich für den Pausenkaffe mit Kuchen, Thomas Ankele hielt ein waches Auge auf die fachmännische Spiesse-Produktion: «gesteckt» und nicht «gerollt» war die Vorgabe.
Das OK unter der engagierten Leitung von Daniel Ankele konnte auf die bereitwillige Hilfe und Unterstützung aller Mitglieder der zwei Frauenfelder Jodlervereine zählen.
Gerade rechtzeitig zur Festeröffnung setzte der Regen aus. Dennoch blieb es am Freitagabend verhältnismässig kühl und bedeckt, was die Besucherzahlen deutlich schmälerte. Viele Kenner und Feinschmecker liessen es sich aber nicht nehmen, bereits am Freitag an unserem spektakulären Grill mit Feuersäulen für einen Fleischspiess oder eine feine Wurst anzustehen.
Unser Fleischspiess hat offenbar schon eine Art Kultstatus erlangt: Schon vor dem Fest wurden wir immer wieder angefragt, ob und wo die Jodler-Fleischspiesse auch an diesem Mitsommerfest zu haben sind. Nicht wenige Besucher stellten sich mehrmals über die drei Tage in die Reihe, um unsere Delikatesse wiederholt zu geniessen. Die bereits an den beiden vorangegangenen Mitsommerfesten auffällig lange Warteschlange baute sich gegen den späteren Samstagnachmittag auch dieses Jahr wieder auf und bis kurz nach 23 Uhr mussten unsere Fleischspiesse durch längeres Anstehen «verdient» werden. Dabei war uns das Wetter auch bei der dritten Austragung hold. Der Lichtschein und die Gluten des Feuers aus den beiden Säulen boten nachts einen markanten Blickfang, tags markierte der aufsteigende Rauch unseren Standort. Und beim Blick auf knapp 50 Spiesse, die gleichzeitig auf dem Grill auflagen, musste den Besuchern das Wasser im Mund zusammenlaufen.
Kurz nach Sonntagmittag mussten wir unser Angebot auf die Würste reduzieren, die Jodler-Fleischspiesse und bald auch die Jodler-Käsewürste waren ausverkauft.
Die Schaffenskraft und die Kameradschaft der Mitglieder der beiden Frauenfelder Jodlervereine kam abschliessend bei Standabbau ein weiteres Mal deutlich zum Ausdruck: Innert kurzer Zeit war unser Stand abgebaut, das Material auf die Anhänger verladen und der Platz sauber geräumt. Jede und Jeder half tatkräftig und bereitwillig mit und so konnten wir ein weiteres Mitsommerfest nach einer strengen Woche müde aber friedlich und erfolgreich abschliessen.
Bericht von Alex Schönenberger
7. Juni 2026/ Frauenfeld
Bereits am 7. Juni 2026 stand ein nächster kurzer Auftritt am Jubiläumsfest des Restaurants Frohsinn in Frauenfeld an. Das Jodel-Doppelquartett war als Überraschungsgast am Sonntagmorgen eingeladen. Leider waren unsere Stimmen nicht stark genug, dass alle Gäste auf der grossen und etwas verwinkelten Terrasse uns überhaupt oder gut hören konnten.
Dennoch ernteten wir grossen und herzlichen Applaus für unsere Vorträge. Stefanie hat bei diesem Auftritt besonders geglänzt. Sie war an diesem Tag die einzige singfähige Jodlerin in unseren Reihen. Bernadette, Christine und Raphaela waren verhindert oder von Heiserkeit geplagt.
2. Juni 2026/ AZ Park Frauenfeld
Am Abend des 2. Juni 2026 hatte die SPITEX Region Frauenfeld zu ihrer jährlichen Mitgliederversammlung im Saal des Ergaten beim Alterszentrum Park geladen. Wir durften die Versammlung mit einem kurzen Chor- und Huusmusig-Konzert abschliessen.
Die SPITEX Webseite beschreibt unseren Auftritt wie folgt: «Für den musikalischen Abschluss sorgte das Jodel-Doppelquartett Frauenfeld. Die Darbietung schuf eine herzliche Atmosphäre und rundete den Abend stimmungsvoll ab. Die Versammlung klang gegen 21.00 Uhr in geselligem Rahmen aus.»
Chönd ihr eu erinnere, s letscht Jahr bi minere Laudatio für de Alex hani ziemlich usfüherlich und lang und breit über s mechanische Uhrwerk verzellt. Aber will ich alles scho verzellt und beschriebe han, isch die hütig Laudatio viel chürzer. Trotzdem, das Bild vo dem mechanische Uhrwerk mit sine vielne verschiedene Rädli, wo ganz exakt ufenand abgstimmt sii müend, dass d Uhr rund lauft, fasziniert mich immer no, wills eso schön üses Jodel-Doppelquartett beschriebt. Während em ganze Jahr dur schaffed mer zäme und mitenand. Zum Biispiel wänns um d Scholleholz-Chilbi gaht, wo ja au mit recht viel Ufwand verbunde isch und me a all die Sache dradenke mues. Denn isch mer froh, wenn alli helfed, drazdenke. Oder de Summer wieder s Mitsommerfescht vo de Stadt Frauefeld. Alli helfed mit und gmeinsam gits öppis Wunderbars. Oder au de Jodler-Obig. Es hät ja au a dem Jodler-Obig wieder alles eso guet klappet, will verschiedeni Rädli oder ebe Mänsche zämegschaffet und inenandinegspielt hend. Ja, klar, die einte mached amigs echli meh und die andere echli weniger. Ebe, ich has letscht Jahr scho erklärt, die einte Rädli laufed echli längsämer und gemächlicher, die andere laufed echli schneller und tifiger. Aber das mag es guet funktionierends Uhrwerk oder ebe en guet funktionierende Klub ushalte. Wills eso wichtig isch, wiederhol ichs vom letschte Jahr sehr gern numal: mir hends schön im Klub und dadezue müemer, jede einzeln vo üs, Sorg träge! Aso, mir tüend natürlich nöd nume schaffe und chrampfe. Mir tüend au no singe und jodle. Und zwar glingt üs das, gmesse am letschte Jodler-Obig, sehr schön! Mir hend e prima Dirigentin, wo vor knapp drü Jahr i die riesige Fuessstapfe vom Kurt trete isch. Er het üs i sine 28 Jahr ufenes höchs Niveau bracht. D Christine tuet jetzt luege, dass mir det obe chönd bliebe. Das isch nöd immer so ganz eifach. Au da bruchts wieder d Mithilf vo jedem einzelne vo üs. Wenn mer ihre folged, chömmer üsi Jodellieder und Naturjütz wiiterhin schön singe und das macht üsne Zuehörer und üs selber doch au so viel Freud. Mir chönd d Christine aktiv unterstütze, indem mer i de Probe guet mitmached, d Text uswendig lerned und a de Probetäg möglichscht nöd fehled. So zum Biispiel wie de Hansruedi. Jahr für Jahr fehlt er ganz selte inere Prob. Und es hät sogar Jahr geh, woner keis einzigs Mal gfehlt hät. Ich find, das isch en Applaus wert! Dur de fliessig Probebsuech hät er sich jedes Jahr es Fliissglas verdient. Früehner hemmer emal no Zinnbecher gha. Nach ere gwüsse Anzahl Zinnbecher het mer denn no de Zinnchrueg dezue übercho und als Krönig denn no es Zinntablett, zum die «Trophäe» drufzstelle. Das alles hät de Hansruedi locker gsammlet und au vo de Kafigläser, womer spöter hät chönne mit fliessigem Probebsuech verdiene, het er e stattlichi Anzahl dihei. Und vo de jetzige schöne Longdrink-Gläser sind sicher au scho es ansehnlichs Set zämecho. Er hetti also glaub für jede vo üs irgend es Fliissglas dihei, falls mer emal wetti zumene Umtrunk zu ihm hei gah. Wahrschindlich sinds fascht 33 Gläser, will de Hansruedi isch nämlich scho sit 33 Jahr bi üs Mitglied. Und da hemmer ihn gern debi. Aso, es isch glaub grad gegesiitig: mir hend ihn gern debii und er isch bi üs gern debii. Und vor allem isch er au gern mit üs debii. Zum Biispiel wenn e beachtlichi Delegation zwei Mal im Jahr a d DV vom NOSJV und vom EJV reist. De Hansruedi isch det immer debii. Normalerwiis reist me mit em Zug an Ustragigsort. Mit üsne einzigartige Trachtebluse fallt me als grüens Grüppli scho recht uf. Und so erlebt me scho uf de Fahrt s Eint oder Ander. Vor allem die Versammlige vom Eidgenoss sind mängsmal recht wiit weg. Denn wirds halt amigs echli spat. Ja, wenns schön isch, mues mers gnüsse. Jünger chömed mer nüme zäme. Gell, Hansruedi! Au wenn Frauefeld guet erschlosse isch und me immer heichunnt, Gerlike isch denn numal e anders Paar Schueh. D Vreni seit ihm jedesmal, er söll denn aalüüte, wenn sie ihn am Bahnhof söll cho hole. Aber de Hansruedi macht das nöd. Er schelled sini Frau und Fründin nöd zmitzt i de Nacht us em Bett. Lieber lauft er vom Bahnhof Frauefeld us hei uf Gerlike. Immerhin het me fascht e Stund bis det ufe. Er seit, nach somene lange Tag sitze gnüssi er das grad no, echli d Bei vertrete. D Vreni het trotzdem kei Freud a dere Aktion. Sie sorgt sich halt um ihren Maa, wenn er so zNacht elei unterwegs isch. Aber de Hansruedi wird glaub eh nie müed. Emmel chunnt er nach jedere Prob mit eis go Zieh. Und det gnüüsst er die guet Kameradschaft im Klub i volle Züge und isch immer ein vo de letschte, wo hei gaht. Klar, me mues ja emal hei go schlafe, schliesslich mues me am nöchschte Tag wieder schaffe. Anderscht gsehts natürlich a de Jodlerfeschter us. Det mues me am nöchschte Tag ja nöd schaffe. Und drum gits für de Hansruedi au kein Grund zum go Schlafe zgah. I de Regel macht er denn drü Tag grad dure. Hend ihrs scho checket, wer de Jodler des Jahres isch? Es isch de Hansruedi! Und das isch din Applaus! Vor genau 20 Jahr isch s Jodel-Doppelquartett Frauefeld 60 Jahr alt worde. Das hemmer mit eme wunderbare Fescht gfiiret. D Stadtjodler Heimelig hend üs zu dem Jubiläum es Säuli gschenkt, wommer mäschte lah hend. Am Helferesse hemmer denn ds Säuli verspiese und dezue Härdöpfelsalat vom Caterer bstellt. I dem Jahr isch de Hansruedi Revisor gsi und het drum die Rechnig chönne und au müesse studiere. Er isch fascht vom Stuehl gheit, woner de Betrag gseh het für de Härdöpfelsalat. Churzer Hand hät er beschlosse, dass er das viel günschtiger und erscht no feiner chönnt aabüüte. Das isch d Geburtsstund gsi vo dere 20 jährige Härdöpfelsalat-Karriere. Leider, aber absolut verständlich und nahvollziehbar, isch a dem Jodler-Obig die letscht Portion vo dem legendäre Härdöpfelsalat über d Theke gange. Liebe Hansruedi, mir hend dir am Jodler-Obig scho mal danked für die unglaublich Arbet, aber mir wend au i dem fiirliche Schlussabig-Rahme numal üsen herzlichschte Dank dadefür usdrucke. Bitte bekräftiged das mit eme warmherzige Applaus! Und die Welle isch für dich, d Vreni und s ganze Helferteam! I de letschte Jahr het de Hansruedi scho am Friitig vor em Jodler-Obig aagfange, Härdöpfel zsüüde. De ganzi Holzherd isch amigs voller ganz grosser Pfanne gsi. Am Samschtig sind denn d Hälfer cho und das Prozedere isch wiitergange. Jedes Jahr hät de Hansruedi zwüsche 60 und 70 Kilogramm Härdöpfel gkochet und d Hälfer hends denn gschält und gschieblet. D Vreni het die fein Sauce aagmacht und ganz vorsichtig under d Härdöpfelschiebli gmischt. Hetti de Hansruedi die Härdöpfel zweich gkochet, hetti das, trotz aller Sorgfalt, es rechts Mues geh. Aber de Hansruedi hät das immer voll im Griff gha. Es isch ja würkli e wahri Kunscht, dass alli Härdöpfel perfekt weich sind. Gell, Hansruedi, es hät amigs scho viel Arbet geh! Aber Arbet het dir no nie öppis usgmacht. Du bisch en gschaffige. Wenn mir en Aalass hend wie zum Biispiel d Scholleholz-Chilbi, bisch du immer an vorderschter Front am Mitaapacke. I dem höche Dachstuehl vo dem Scholleholz-Unterstand sött öpper go d Fähne und d Blache ufhänke. Während anderi bi dere schwindelerregende Höchi scho fascht i d Hose mached, springsch du flink und behend uf d Leitere. Trittsicher, als miechsch es jede Tag, chletterisch du die Sprosse ufe und bhaltisch au i dere ufregende Höchi en chüehle Chopf. Überhaupt bisch du en ruhige, usglichene und besonnene Mensch. Du bisch nie ufbrusend oder ufmüpfig. Und wenns glich emal öppis git, wo dich stört, seisch es du trotzdem beherrscht und gfasst. Was du seisch het Händ und Füess. Aber mir erlebed dich eigentlich eher als luschtige und zfriedene Ziitgenoss. Mir hoffed, dass du no lang so bliebsch, und das am liebschte i üsne Reihe. Dis Jodel-Doppelquartett Frauefeld.
Laudatio von Bernadette Müller
28. Februar 2026/ Casino Frauenfeld
Am 28. Februar 2026 durften wir im Casino Frauenfeld unseren alljährlichen JodlerObig feiern – dieses Jahr unter dem Motto „Grand Tour JDQ“.
Was als vage Idee an einem gemütlichen Abend in Stefanies Wohnung entstand, entwickelte sich zu einem bis ins Detail durchdachten Programm voller musikalischer Höhepunkte. Bereits Monate im Voraus war der ganze Verein in die Vorbereitungen eingebunden: Programmhefte wurden gestaltet, die Online-Reservationen aufgegleist und die für unsere „Grand Tour“ typischen Fotorahmen entworfen.
Ein besonderes Highlight in der Vorbereitung waren jedoch die Videoaufnahmen mit dem Postauto. An verschiedenen Destinationen filmten wir das Ein- und Aussteigen sowie die Fahrten dorthin, um unsere Reise für das Publikum lebendig werden zu lassen. Alex fügte die Aufnahmen und Wegbeschreibungen mithilfe einer PowerPoint-Präsentation zu einem stimmigen Rahmen zusammen, der unser gesamtes Abendprogramm verband.
Am 28. Februar war es dann endlich so weit: Der Beamer lief, die Kartoffeln waren zu unserem traditionellen Kartoffelsalat verarbeitet, der Saal vorbereitet – und alle Beteiligten bereit, die „Grand Tour“ auf die Bühne zu bringen.
Musikalisch unterstützt wurden wir von unserem Gastklub, dem Jodlerklub Zytröseli Studen BE. Die flotte Jodlertruppe aus dem Berner Seeland überzeugte nicht nur mit ihren Liedern, sondern auch mit ihrer Spontanität und der grossartigen Bereitschaft, sich in unser Programm einzubringen.
Ein weiteres Highlight war das Kinderchörli ELNOLI unter der Leitung von Melanie Moser. Nach den Sommerferien hatten die Kinder mit den Proben begonnen – und feierten an unserem JodlerObig ihren ersten grossen Auftritt. Mit beeindruckender Sicherheit und ihren klaren Stimmen gelang es den drei Mädchen gemeinsam mit Melanie, das ganze Casino in ihren Bann zu ziehen. Ein wahrhaft berührender Moment!
Für die musikalische Umrahmung vor, zwischen und nach dem Programm sorgte erneut das SQ Campagna. Für einen ganz besonderen Programmpunkt standen sie uns zusätzlich zur Seite: der Ehrung unserer Kartoffelcrew.
Seit 2006 bereitet das Team unter der Leitung von Hansruedi und Vreni Senn jedes Jahr unseren legendären Kartoffelsalat zu. Mit musikalischer Begleitung sammelten wir möglichst viele Mitglieder der Kartoffelcrew im Saal, überreichten ein Geschenk und bedankten uns mit einem Lied für ihren unermüdlichen Einsatz.
Gleichzeitig markierte dieser Abend einen Wendepunkt: Nach 20 Jahren geht die Ära des hausgemachten Kartoffelsalats zu Ende. Die Verarbeitung von 60–70 kg Kartoffeln ist mit den Jahren zu einer grossen Herausforderung geworden, da es zunehmend an Helferinnen, Helfern und Kräften fehlt.
Von Herzen danken wir Hansruedi, Vreni und ihrem Team für zwei Jahrzehnte Engagement und für unzählige Portionen köstlichen Kartoffelsalats, die unseren JodlerObig geprägt haben.
Wir vom JDQ bedanken uns bei allen, die diesen Abend möglich gemacht haben.
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